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2017 - Das Jahrhundert-Märchen

Obermeitingen trifft auf die Nationalmannschaft

Zeitungsartikel aus der Schwabmünchner Allgemeinen von Sybille Heidemeyer
(Bilder von Günter Hautzinger)

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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kommt zu Dreharbeiten in die Lechfeldgemeinde und tritt sogar zu einem Freundschaftsspiel gegen die Fußballer des SSV Obermeitingen an. Allerdings ist das Märchen zu schön um wahr zu sein, denn es spielt nicht im wirklichen Leben, sondern es ist das herrlich amüsante Theaterstück, das die Theaterbühne Obermeitingen im Bürgerhaus spielt.
Dabei scheint die Komödie „Das Jahrhundert-Märchen“ von Sigrid Schilmeier der Gemeinde Obermeitingen auf den Leib geschrieben zu sein. „Es geht um Dorfpolitik, Vereine, Fußball und eine Schule, die geschlossen wird“, sagt die Regisseurin Irmgard Riedmiller.

Die zwölf talentierten Schauspieler der Obermeitinger Theaterbühne garantieren mit hervorragender Gestik und Mimik einen vergnüglichen, unterhaltsamen Abend. Die Besucher am ersten Spielwochenende fanden das Stück sehr gut.

Zum Inhalt: Das Dorf ist aufgebracht ob der Schließung der Schule. Die Landrätin (Christa Nerlinger) ist vor Ort. Der Bürgermeister (Dieter Reichelmeir), die Leiterin des Bürgerbüros (Andrea Schalk) und weitere Bürger, wie die Vorsitzende des Veggievereins (Simone Pabian), überlegen im Schulhaus, was man aus dem bald leeren Gebäude machen könnte und wie das Dorf attraktiver werden könnte. Dabei reichen die Ideen von einem veganen Dorf bis zum Olympiastützpunkt. Da gewinnt die Ehefrau des Bürgermeisters (Sabine Stannecker) in einem Preisausschreiben den besagten Filmdreh. N

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Nun heißt es, Vorbereitungen für den Besuch der Fußballstars zu treffen: Der örtliche Fußballtrainer (Andreas Riedl) grübelt über die Taktik, die Platzwartin (Anna Reichelmeir) düngt unermüdlich den Rasen. Unterstützt von der Frau des Lebensmittelhändlers (Brigitte Jahn) studiert der Leiter des Gesangvereins (Bernhard Jahn) Fangesänge und die La-Ola-Welle mit dem Publikum ein.

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Auch stellt sich die Frage, was für die Gäste gekocht werden soll. Spielen die ersten beiden Akte noch in einem Klassenzimmer, wird im dritten Akt die Bühne zum Obermeitinger Fußballplatz samt Tribüne. Ein tolles Bühnenbild und eine gelungene Umsetzung des Fußballspiels.

Da die jungen Fußballer nicht rechtzeitig zum Freundschaftsspiel da sind, finden sich spontan die Väter, darunter der Lebensmittelhändler (Herbert Jahn) und der Chef der Baufirma (Thiemo Frosch) im gelb-roten Trikot auf dem Platz wieder. Es ist eine Schau, wie die Ehefrauen ihre Männer beim Spiel anfeuern, das Georg Kerber als Stadionsprecher fachmännisch kommentiert. Wie das Spiel und der Filmdreh ausgehen und was aus der Schule wird, sei noch nicht verraten.

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